Montag, 17. Oktober 2016

[Podcast] Steigende Unsicherheit - Chancen nutzen

Steigende Unsicherheit - Chancen nutzen

Die Unsicherheit, die sich aus dem internationalen wirtschaftlichen und politischen Umfeld für Kapitalmarktanleger ergibt, steigt. Zwar sind derzeit keine unmittelbaren und offensichtlichen Rezessionsgefahren für die Weltwirtschaft zu erkennen. Jedoch gibt es eine Vielzahl von Entwicklungen, die die Aussichten für das Wirtschaftswachstum eintrüben und die noch für erhebliche Turbulenzen auf den Finanz- und Rohstoffmärkten sorgen können. Im Folgenden sei auf einige von ihnen hingewiesen.



Podcast - Ein Artikel von Prof. Dr. Thorsten Polleit gelesen von Mark Peters.


gesehen auf Goldseiten.de

Freitag, 14. Oktober 2016

Jim Rickards warnt: „Ein starker Dollar erhöht die Gefahr einer schlimmeren Finanzpanik als 2008"


 
Zwei Monate, nachdem der Dollar sich auf dem Weg nach oben gemacht hat, gibt es zusehends Turbulenzen am Aktienmarkt. Der renomierte US-Autor und Finanzexperte Jim Rickards warnt vor den massiven Folgen, sollte die Entwicklung beim Dollar weitergehen. Der Profi befürchtet, dass das Zusammenlaufen von drei Faktoren, zu einer massiven Krise führen wird. 

„Lassen Sie uns spezifische Bedrohungen für Ihr Vermögen analysieren, die sich aus folgenden Risiken ergeben: einem systemischen Kollaps, Blasen (bei Vermögenswerten) und dem Verlust des Vertrauens in die Fähigkeit der Notebenbanken, auf die Krisen zu reagieren“, schrieb Jim Rickards zuletzt.


Jeder Dollar, der neu von der Fed gedruckt worden ist, ist von den weltweiten Märkten auf 20 Dollar an neuen Schulden gehebelt worden.
Rickards hat 35 Jahre lang an der Wall Street gearbeitet und ist der Autor von Bestsellern, wie „Currency Wars: The Making of the Next Global Crisis“ (Währungskriege: das Enstehen der nächsten weltweiten Krise), veröffentlicht 2011, „The Death of Money: The Coming Collapse of the International Monetary System“ (Der Tod des Geldes: Der bevorstehende Kollaps des internationalen Geldsystems), veröffentlicht 2014, und „The New Case for Gold (Ein neues Plädoyer für Gold) von 2016.

Systemischer Kollaps

„Die Aussicht auf einen systemischen Kollaps oder wirtschaftliche Instabilität wird von einer weltweiten Dollar-Knappheit geschürt. Das hört sich erst einmal komisch an. Wie kann es eine Dollar-Knappheit geben, wenn die US-Notenbank in den vergangenen acht Jahren Billionen von neuen Dollar gedruckt hat? Die Antwort ist, dass die Dollar-Schulden noch schneller gestiegen sind, als die Dollar gedruckt worden sind.
Jeder Dollar, der neu von der Fed gedruckt worden ist, ist von den weltweiten Märkten auf 20 Dollar an neuen Schulden gehebelt worden.“ Nachdem das Gelddruckprogramm der Fed im Oktober 2014 ausgelaufen sei, gebe es kaum noch frische Dollar. „Aber die Dollar-basierten Schulden wachsen immer noch, im Ölbereich, in den Emerging Markets, und in US-Studienkrediten, Autokrediten, Kreditkarten und anderen Verbindlichkeiten. Ein stärkerer Dollar und Disinflation machen diese Schulden drückender und schwerer rückzahlbar“, schrieb Rickards. Es habe bereits Schockwellen gegeben, die von der Dollar-Knappheit ausgelöst worden seien, wie die kräftige Abwertung des chinesischen Renminbi im August 2015. „Es wird nicht lange dauern, bis ein noch größeres Erdbeben ausgelöst wird. Die Fed könnte dem entgegen steuern, indem sie mehr Geld druckt. Ich erwarte, dass die Fed tatsächlich irgendwann im Jahr 2017 das Gelddruckprogramm QE4 auflegen wird. Aber selbstverständlich verstärkt das nur die Blasen bei Vermögenswerten, die wiederum selbst eine Ursache für systemische Risiken sind.“ Von umso größerer Bedeutung ist daher die weitere Entwicklung des Dollar.

Es wird nicht lange dauern, bis ein noch größeres Erdbeben ausgelöst wird.
Die Analysten von Goldman Sachs haben zuletzt prognostiziert, dass der Euro innerhalb von sechs Monaten auf 1,04 Dollar je Euro sinken soll – sprich der Dollar soll stärker werden. In zwölf Monaten soll sogar die Parität erreicht werden, also ein Euro nur mehr ein Dollar wert sein.


EUR/USD (Euro / US-Dollar) Währung

EUR/USD (Euro / US-Dollar) Währung Chart
Kursanbieter: FXCM

Blase Bei Vermögenswerten

„Wenn Investoren fragen: „Wo ist denn die Inflation nach all dem Gelddrucken?“ antworte ich: “Schauen Sie nicht auf die Regale im Supermarkt, schauen Sie auf den Aktienmarkt.
Es gab zwar nicht viel Inflation bei Verbraucherpreisen, aber eine riesige Inflation bei den Preisen von Vermögenswerten. Das gedruckte Geld muss irgendwohin fließen.“
Die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen lägen bei 1,65 Prozent (aktuell 1,75 Prozent). Weil etliche Aktien noch Dividendenrenditen von drei bis fünf Prozent abwerfen würden, würden Finanzexperten argumentieren, dass man diese Aktien soweit nach oben treiben könne, bis die Dividendenrendite näher bei zwei Prozent liege, womit nur ein kleiner Aufschlag gegenüber den Zinsen vorhanden wäre, um für das höhere „Risiko“ der Aktien zu kompensieren. Rickards hält einen derartigen Ansatz für völlig falsch, weil er nicht berücksichtigt, warum die Zinsen auf Talfahrt seien. „Wenn die Zinsen fallen, weil die Deflation den Plan der Fed ruiniert, die Wirtschaft zu reflationieren, ist das ein Grund, weshalb Aktienkurse steigen sollten?“, schrieb Rickards.

Der Einbruch wird heftig sein, möglicherweise 30 Prozent oder mehr innerhalb weniger Monate.
Deflation bedeutet einen Rückgang der Verbraucherpreise. Das will die Fed mit allen Mitteln verhindern, weil eine Deflation angeblich dazu führen würde, dass die Unternehmen weniger Einnahmen hätten, weshalb die Wirtschaft geschwächt werden würde. Tatsächlich ist die Deflation aber nur deswegen „gefährlich“, weil bei einer Deflation die Schulden aufgewertet werden, während sie bei einer Inflation entwertet werden. „Wenn die Zinsen eine Rezession andeuten, sollte man dann die Aktienkurse auf extreme Niveaus nach oben treiben, basierend auf der Theorie einer „Parität“ (zwischen der Dividendenrendite und den Zinsen)? Dieses Verhalten widerspricht jedweder Logik und der Wirtschaftsgeschichte, aber genau das erleben wir heutzutage an den Märkten. Irgendwann, eher früher als später, wird die Realität der Unfähigkeit der Notenbanken und der aufziehenden Rezession durchdringen und die Bewertung der Aktien wird kollabieren. Der Einbruch wird heftig sein, möglicherweise 30 Prozent oder mehr innerhalb weniger Monate.“ In dem Falle wolle man nicht übergewichtet sein in Aktien. „Diese Analyse trifft auf mehr als nur Aktien zu. Es trifft auf eine lange Liste riskanter Vermögenswerte zu, einschließlich Häusern, Gewerbeimmobilien, Wertpapiere aus den Emerging Markets, Ramschanleihen und mehr. Wenn es nur einen Crash in einem Markt gibt, wird die Infektion auf alle anderen überspringen.“

Schwindendes Vertrauen In Die Notenbanken

„Schließlich kommen wir zur größten Bedrohung von allen – die Unfähigkeit der Notenbanken mit Krisen umzugehen, und der völlige Verlust des Vertrauens der Investoren in die Wirksamkeit der Geldpolitik der Notenbanken.“ In den vergangenen Jahrzehnten habe es mehrere Liquiditätskrisen gegeben, wie 1998 (ausgelöst durch die Währungskrise in den Emerging Markets, Russland und beim Hedgefonds LTCM), 2008 und 2010 (Griechenland, Zypern und der Peripherie in Europa) „In allen drei Fällen waren das Gelddrucken der Notenbanken, kombiniert mit den Rettungen durch die Länder und den Internationalen Währungsfonds (IWF) ausreichend, um wieder Ruhe herzustellen. Aber diese „Bail-outs“ haben einen hohen Preis. Die Notenbanken haben keinen Raum mehr, um bei der nächsten Krise die Zinsen zu senken oder Geld zu drucken. Die Steuerzahler begehren auf gegen noch mehr Rettungen. Die Regierungen bekommen eine zunehmende Polarisierung zu spüren und es gibt einen politischen Stillstand rund um die Welt“, schrieb Rickards. „Die Welt bewegt sich auf eine Staatsschuldenkrise zu, weil es zu viel Schulden gibt und zu wenig Wachstum… Inflation würde dazu beitragen, den realen Wert der Schulden zu verringern, aber die Notenbanken haben es nicht geschafft, Inflation zu erzeugen. Nun stehen die Notenbanken vor der Aussicht einer Rezession und mehr Deflation, ohne weitere geldpolitische Optionen, um sie zu bekämpfen.“

Die Welt bewegt sich auf eine Staatsschuldenkrise zu [...]
„Die Auswirkung der Deflation und der starke Dollar haben zu einer weltweiten Knappheit an Liquidität geführt. Weil die privaten Schulden schneller gestiegen sind als die Bilanzsummen der Notenbanken, ist eine Dollar-Knappheit entstanden, weil Schuldner händeringend nach Dollar suchen, um ihre Schulden zurückzuzahlen. Das erhöht die Gefahr einer neuen Liquiditätskrise und einer schlimmeren Finanzpanik als 2008. Anhaltend niedrige Zinsen haben keine Inflation verursacht, sondern Blasen bei Vermögenswerten, die zu platzen und selbst einen Finanzpanik auszulösen drohen – unabhängig von den verschärften Finanzbedingungen. Wenn diese Panik eintritt, (sei es wegen einer Liquiditätsknappheit oder platzender Blasen), werden Investoren kein Vertrauen in die Fähigkeit der Notenbanken haben, die Panik zu beenden.“

Montag, 25. Juli 2016

Gold, Silber, Aktien, Immobilien: Was jetzt zu tun ist, was später

Von Goldseiten.de

In der vergangenen Woche nahm ich zusammen mit anderen privaten Investoren an mehreren Diskussionen zur Anlagestrategie während der kommenden Jahre teil. Es ging um Gold und Silber, Aktien und Anleihen, Immobilien und Bargeld, Brexit-Folgen und marode italienische Banken. Also um mehr als nur die von den Mainstream-Medien üblicherweise verbreiteten Goldpreis- und Dax-Prognosen. Im Mittelpunkt stand immer wieder die Frage: Ist es jetzt sinnvoller, vorhandene Anlagen einfach durchzuhalten, ohne aktiv zu werden, oder erscheint es opportun, die häufigen Schwankungen an den Börsen zum Trading zu nutzen?

Da es sich um Diskussionen unter privaten Investoren handelte, möchte ich betonen, dass Fondsmanager mit ihrer von Grund auf anders konzipierten Anlagepolitik - rechtliche und sonstige formelle Restriktionen - außen vor blieben. Anders konzipiert, das bedeutet konkret, strengen Vorgaben zu unterliegen. Diesbezüglich verdienen private Investoren im Gegensatz zu Fondsmanagern einen dicken Pluspunkt, weil sie mit ihrem Vermögen schalten und walten können, wie sie wollen. Und um die Frage nach dem Durchhalten kontra Trading zu beantworten: Es kommt darauf an, über welche Anlagen jemand verfügt, welchem Ziel sie dienen und wie viel Zeit einschließlich Know-how zur Verfügung steht, um sie sinnvoll zu managen.

Werden wir nun anhand von Beispielen konkret. Angenommen, da sitzt jemand auf hohen Beständen an physischem Gold und Silber. Dann spricht der im Jahr 2001 begonnene, von 2011 bis 2015 unterbrochene und 2016 wieder aufgenommene Megatrend der Edelmetalle bis auf Weiteres dafür, sie zu behalten. Allerdings ohne zu vergessen, sich in einer Art Trockenübung - beobachten und recherchieren - rechtzeitig auch mit anderen Anlageklassen zu beschäftigen, vorrangig mit Aktien, um nach deren nächstem kräftigeren Kursrückgang rechtzeitig ein Gefühl dafür zu bekommen, welche dann besonders lukrativ zu sein versprechen.

Ich meine hier Aktien außerhalb des Edelmetallsektors und habe mir dazu angewöhnt, schon jetzt die relevanten Daten von mehr als 100 internationalen Aktien laufend zu verfolgen, um auf spätere Schnäppchenkäufe rechtzeitig vorbereitet zu sein.

Bisher ist ein größerer Kursrückgang der gängigen Aktien ausgeblieben. Das liegt im Wesentlichen daran, dass die EZB im Verein mit den anderen großen Notenbanken für viel Geld aus dem Nichts sorgt, also für Liquidität. Sobald sie den Geldhahn zudreht, werden Gewinnmitnahmen der Großanleger einsetzen. Zumal die andere Komponente der Aktienkursentwicklung, ein ganzes Bündel von fundamentalen Daten (Rentabilität, Kurs-Gewinn-Verhältnis, Verschuldungsgrad u.a.) dann mangels positiver Aspekte Aktienverkäufe auslösen dürfte.

Die Kurse von Gold- und Silberaktien folgen bekanntlich anderen Gesetzmäßigkeiten als die der Aktien aus Indizes wie der Dax-Familie, aus Euro Stoxx, Standard & Poor's und so weiter. Entscheidend sind vor allem die Kosten der Minen einschließlich der Hebelwirkung, die sie auf die Kurse ausüben, außerdem der Gold- und Silbergehalt des Gesteins, das man aus dem Boden holt, die Qualität (Erfahrung) der Manager und die politische Stabilität eines Landes, in dem sich die Minen befinden. Allein schon diese Faktoren sorgen für eine hohe Volatilität (starke Schwankung) der Minenaktienkurse.

Rechtfertigen sie das Trading, also rein, raus, wieder rein und wieder raus? Meine Erfahrung sagt mir: eher nein. Bevor ich damit einen Sturm der Entrüstung unter Tradern auslöse, folgt hier ein Beispiel aus der Zeit nach dem Anstieg des Goldpreises in diesem Jahr über 1200 Dollar je Feinunze, die international übliche Messlatte: erster Höhepunkt im März dieses Jahres bei 1250 Dollar, zweiter Höhepunkt im Mai bei 1280 Dollar, dann Rückgang bis 1210 Dollar und schließlich erneuter Anstieg zunächst auf 1290 und nach kurzer Pause auf 1366 Dollar, danach bis heute Schwankungen zwischen 1310 und 1330 Dollar.

Die Kurse der Minenaktien sind während dieser Zeit mitgeschwankt, die der Branchengrößen Barrick und Newmont sowie der Royalty- bzw. Streaming-Spezialisten Royal Gold und Silver Wheaton beachtlich, die der ganz heißen Aktien der Edelmetallbranche, wie DRD Gold, Sibanye oder First Majestic, sogar raketenartig. Trader hätten zwei Aufgaben lösen müssen, um bei dem kräftigen Auf und Ab der Kurse mehr Gewinn herauszuschlagen als geduldige Anleger, die - einmal eingestiegen - die Kursentwicklung einfach nur auf sich zukommen ließen: Trader mussten sowohl die richtigen Aktien als auch das richtige Timing erwischen. Da kann ich nur sagen: Viel Glück!

Das Ganze erinnert mich an die Vielzahl von Anlegern, die behaupten, mit zehn mal zehn Prozent Gewinn bessere Ergebnisse erzielen zu können als mit einmal hundert Prozent. Dabei handelt es sich um einen eklatanten Widerspruch in sich. Denn um die richtigen Aktien zu erwischen, müsste man im ersten Fall zehnmal soviel recherchieren wie im zweiten - es sei denn, die Recherchen bleiben derart oberflächlich, dass sie sich im ersten Fall jeweils nur über ein Zehntel der Zeit erstrecken.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass es sich bei den Zehn-mal-zehn-Spekulanten mit hoher Wahrscheinlichkeit um Chartisten handelt, denen zeitraubend zu recherchierende fundamentale Daten zuwider sind, dagegen bei den Ein-mal-hundert-Anlegern um Fundamentalisten, die am liebsten Bilanzen durchleuchten, Zwischenberichte studieren, die Glaubwürdigkeit von Managern testen und im Fall von Minenaktien auch schon mal vor Ort überprüfen, ob die vermeintlichen Aktiva nur aus lauter wertlosen Bohrlöchern bestehen.

Zwischenfazit: Behalten Sie bis auf Weiteres ihre Minenaktien, Ihr physisches Gold und Silber darüber hinaus. Verfolgen und recherchieren Sie die Aktienmärkte anhand einer Auswahl an sonstigen Aktien, die je nach der Zeit, die Sie sich dafür nehmen können, von einem Dutzend bis zu mehr als hundert reichen kann. Achten Sie dabei besonders auf die Geldpolitik der Notenbanken und auf die fundamentalen Daten der der Aktien.

Nun noch zu einem weiteren wichtigen Punkt: Im Zuge des enormen Zinsrückgangs während der vergangenen Jahre sind Anleger nicht allein bei der Aktienanlage übermütig geworden, vielmehr haben sie noch viel mehr in Immobilien investiert und sich damit Klumpenrisiken eingehandelt. Solange es um selbst genutzte Immobilien in guter bis bester Lage geht, ist nur wenig dagegen einzuwenden.

Doch für vermietete Objekte sieht die Rechnung anders aus: Hohe Preise, bis zu 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer und ein Justizminister, der mittels Mietpreisbremse wohl am liebsten alle Vermieter zu potenziellen Immobilienhaien erklären möchte, lassen die Hoffnung auf nachhaltige Mietrenditen schmelzen wie Schnee in der Sonne.

Also lautet das abschließende Fazit: Neben dem kurzfristigen Trading gibt es auch ein langfristiges, und das spricht dafür, dass Sie mit Blick auf Ihre vermieteten Immobilien tabula rasa machen und zumindest einen Teil von ihnen verkaufen sollten.

© Manfred Gburek www.gburek.eu
 Manfred Gburek ist neben seiner Funktion als Kolumnist privater Investor und Buchautor.

Dienstag, 5. Juli 2016

Andy Hoffman - Historischer Brandherd!

Andy Hoffman von Miles Franklin sprach im Interview mit SGT Report jüngst ausführlich über die aktuelle Lage an den Finanzmärkten. Zu den Themen des Gesprächs gehören die Reaktion von Gold, Silber und des Britischen Pfunds auf den Ausgang des Brexit-Referendums, die Entwicklungen an der Comex und die Zinspolitik der Zentralbanken.

Weiterhin geht der Finanzexperte auf die missliche Lage der Banken ein, allen voran der Deutschen Bank, die er als 'Lehman Europas' bezeichnet. "Wir befinden uns an einem historischen Siedepunkt. […] Es existiert buchstäblich nur noch ein winzig kleines Zeitfenster für die Menschen, sich zu schützen, bevor die Hölle ausbricht."


Montag, 6. Juni 2016

Finale Vermögensvernichtung


Finale Vermögensvernichtung wird keine der 3 zinstragenden Anlageklassen (Aktien, Anleihen & Immobilien) verschonen

von Uwe Bergold

Aufgrund strukturell zu expansiver Geldpolitik, durch einen auf Dauer - planwirtschaftlich festgesetzten - zu niedrigen Zins, kam und kommt es immer wieder zu makroökonomischen Boom- und Bust-Zyklen. Der Eingriff in die Preisbildung des Geldes (Zinsentwicklung) durch die Zentralbanken, in Kombination mit dem heutigen Teilreserve-Bankensystem (Fractional-Reserve-Banking-System) der Geschäftsbanken, führt immer zu einem kreditfinanzierten übermäßigen Boom, gefolgt von einem kontrahierenden Bust (Krise). 

Seit Aufhebung des Gold-Dollar-Standards im Jahr 1971 (seitdem befindet sich die Welt in einer strukturellen Inflationierung) wird diese Kontraktion jedoch nicht mehr nominal, sondern nur mehr real sichtbar. Um diese "monetäre Illusion" der nominalen Betrachtung zu umgehen, muss eine Investitionsbewertung zwingend in Unzen Gold (Marktgeld) und nicht in EUR, USD oder YEN (Staatsgeld) vorgenommen werden. Nur gegenüber Gold wird der wahre, inflationsbereinigte Verlauf einer Anlage (auch eines Einkommens) erst sichtbar. Alle Bewertungen in beliebig vermehrbarem Papiergeld sind nur [...weiterlesen]


Sonntag, 11. Oktober 2015

Deutsche Bank - ein Lehman 2.0 Szenario?

Die Deutsche Bank steckt in Schwierigkeiten und das nicht erst, seit am Mittwoch erneut ein Milliardenverlust gemeldet wurde. Wegen hoher Abschreibungen etwa im Privatkunden- und Investmentbanking-Geschäft wird Deutschlands wichtigstes Geldhaus im dritten Quartal einen Nettoverlust von 6,2 Milliarden Euro ausweisen. Parallelen zur Pleite der großen Investmentbank Lehman Brothers 2008 in den USA werden deutlich.

Am offensichtlichsten war die Herabstufung durch die Ratingagentur Fitch, die Lehman Brothers am 9. Juni 2008 ein AA- mit negativem Ausblick verpasste. Danach ging alles ganz schnell, nur drei Monate später fuhr Lehman mit Karacho gegen die Wand. Die Folgen sind bekannt. Auf den Tag genau sieben Jahre später stuft nun Standard & Poor’s am 9. Juni die Deutsche Bank herunter. Das neue Rating lautet BBB+ – das ist sogar noch schlechter als Lehman seinerzeit bewertet wurde.

Die Deutsche Bank hat eine ganze Reihe an Fehlschlägen hinter sich, nicht zuletzt die Rekordstrafe von 2,5 Milliarden Euro die für die Manipulation der Libor-Zinssätze gezahlt werden musste, es stehen über 6000 weitere Rechtsstreitigkeiten an, für die Rückstellungen gebildet werden müssen.

Hinzu kommt, dass die Deutsche Bank die auferlegten Stresstests nicht bestanden hat und daher die Eigenkapitalquote erhöhen muss. Das ist für eine Bank immer eine unangenehme Sache, denn Eigenkapital lässt sich nicht per Knopfdruck erhöhen sondern muss mühsam erwirtschaftet werden mit tatsächlichen realisierten Gewinnen und keinen Gewinnen aufgrund überschwänglicher Bewertungen der eigenen Bilanzpositionen.

Immerhin konnte das Griechenland-Risiko reduziert werden, so dass ein mögliches Grexit-Szenario hier nicht direkt die deutsche Bank gefährdet, wohl aber eine Gefahr darstellt. die durch übergreifende Kreditausfälle französischer oder britischer Banken die Existenz der deutschen Bank bedroht.

Schauen wir uns aber mal das Risiko für die gesamte Finanzwelt und das Finanzsystem an, das sich in den Büchern der Deutschen Bank verbirgt. Da sehen wir sagenhafte 52 Billionen Euro an ungesicherten Derivaten - über 50% höher als bei Lehman Brothers.

Abb. 1 Vergleich BIP mit Deutsche Bank Derivaten

Wenn dieses schwarze Loch in Berührung mit der Realität kommen sollte, haben wir definitiv ein Lehman 2.0 made in Germany. In Abb. 1 sehen Sie die schiere Dimension in der sich die Deutsche Bank bewegt. Ein kleiner Schnupfen könnte ausreichen um den Luftballon aus Derivaten zum Platzen zu bringen. Wie soll eine Rettung aussehen wenn selbst die gesamte Eurozone nur einen Bruchteil der Summe erwirtschaftet die von der deutschen Bank da angehäuft wurden?

Dazu kommt, dass seit der Lehman Pleite die Staatsschulden explodiert sind - das Niveau ist bereits sehr hoch - das Maß ist voll.

Eine weitere Pleite dieser Dimension hätte katastrophale Folgen für alle Gläubiger - ein Bail-Out ist nicht zu erwarten - nicht weil die Politiker plötzlich Vernunft annehmen, sie können es ganz einfach nicht mehr finanzieren.

Dafür spricht auch die Einführung sog. Bail-In-Gesetze die ab dem 1. Januar 2016 gelten werden. Sie schreiben vor, dass bei der Abwicklung insolventer Banken die Kundeneinlagen zuerst bedient werden und Gläubiger der Derivat- und Investmentprodukte nachrangig bedient werden. Aber auch die Spareinlagen der Kunden können nur bedient werden, wenn noch etwas da ist, was ausgezahlt werden kann. Der Sparer haftet demnach auch für die Schulden seiner Bank.
In Deutschland gilt dieses Gesetz bereits seit dem 1. Januar 2015 - man wollte hier offensichtlich kein Risiko eingehen.

Das wir eine große Veränderung in unserem Finanzsystem spüren werden ist sicher - wann und wie es dann passiert ist noch nicht klar. Dazu passt auch, dass Goldman Sachs physisches Gold kauft. Auch JP Morgan soll ungeheure Mengen physischer Silberunzen gekauft haben - der Markt für US Silver Eagle (Silber Anlagemünzen) ist wie leer gefegt.

Es kommt etwas, die Gesetze werden nicht zum Spaß beschlossen und ganz sicher nicht für den Wahlkampf - denn hier ist die Enteignung der Sparer beschlossen. Solche Gesetze macht man für den Notstand.

Hoffen wir auf das Beste und bereiten uns auf das schlimmste vor.


Montag, 5. Oktober 2015

Abgeltungssteuer sparen für Geringverdiener

In der neuen Rubrik Steuern, möchten wir Sie über bisher vielleicht ungenutzten Möglichkeiten informieren, wie Sie Ihre persönliche Steuerlast vermindern können.

Wir raten unseren Lesern als Teil einer vernünftigen Finanzstrategie auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit natürlich auch zu Aktien, insbesondere zu Dividenden-Aktien. Dividenden ist der ausgeschüttete Gewinn eines Unternehmens - der zwar schon versteuert ist, vom Anleger - der sein schon versteuertes Geld investiert - noch einmal versteuern muss. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch ärgerlich - wenn man seine Erträge gar nicht versteuern müsste.

Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Dividenden- und Kapitalgewinne zwar über dem Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro liegen, jedoch das gesamte Einkommen unter dem Grundfreibetrag von 8.652 Euro (2016) liegen wird.

Dies ist insbesondere für Azubis und Studenten interessant, aber auch für Rentner oder für Menschen die sich früher zur Ruhe setzen wollen.

Dazu ein Video wie genau das funktioniert:




Der Grundfreibetrag von 8.652 Euro (2016) wird im Übrigen nicht berührt durch Minijobs, die monatlich 450 Euro nicht überschreiten und einer pauschalen Besteuerung unterliegen.

Daraus ergibt sich die Möglichkeit mit einem Aktiendepot steuerfrei Dividenden zu kassieren und trotzdem noch 450 Euro im Monat hinzu zu verdienen. 

In diesem Fall ergibt sich ein mögliches steuerfreies Einkommen von 13.000 - 14.000 Euro pro Jahr (450 x 12 Monate = 5400 - 2% Pauschalbesteuerung + 8652 Grundfreibetrag).


Mittwoch, 30. September 2015

QE4, Aktienblasen und Gold

Die US-Notenbank Federal Reserve hat die Zinsen auch bei der Sitzung und Pressekonferenz am 17. September nicht erhöht. Zuvor wurde von den Medien immer wieder die fast schon sichere Erwartung einer Zinswende verbreitet - doch es kam anders. Janet Yellen machte die jüngsten Turublenzen an der chinesischen Börse verantwortlich für die Zurückhaltung an der Zinsschraube. Dies ist natürlich nicht der Grund sondern nur ein Theater was uns hier präsentiert wird. Es wird überhaupt keine Zinserhöhung geben, denn die Stimmung ist stark getrübt - nicht nur in China, auch in den USA sieht es weitaus schlechter aus als uns die dick und fett investierten Hedgefonds und Investmentbanker vorgaukeln wollen. Die Amerikaner sind im Wohlfahrtsstaat angekommen, ein großer Teil der Bevölkerung (47 Millionen) lebt von Lebensmittelmarken, Tendenz steigend.

Auch die Holzpreise - ein wichtiger Indikator für die Baubranche - ist um 30% gefallen und fast auf dem Niveau der Finanzkrise 2008 angekommen. Die Wirtschaft brummt nicht, sie knurrt und das trotz der niedrigen Rohstoff- und Ölpreise, trotz zinsloser Kredite und trotz steigender Aktienkurse. Die Fassade die man mit frisch gedruckten Dollars erschaffen hat fängt an zu bröckeln und man muss schon verdammt blind sein um nicht zu sehen was hier vor sich geht.

Die Volksrepublik China kann jedenfalls hinter die Fassade blicken und kauft Gold langsam aber stetig - ohne zuviel Aufregung zu verursachen. Dollar werden verkauft, man will sich aus dem kommenden Abwärtstrudel des Dollar-Untergangs retten. Siehe auch Bloomberg: China Boosts Gold Reserves 1% in August, Diversifying Assets.

In Europa dagegen baut man die Goldreserven lieber vorsorglich ein bisschen ab - vielleicht gar nicht so dumm wenn man bedenkt, dass die offiziellen Goldreserven zum größten Teil in den USA lagern, seit Jahrzehnten nicht mehr kontrolliert und gezählt wurden und höchster Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr vorhanden sind. Wie ließe es sich sonst erklären dass die winzige Menge deutschen Staatsgoldes, das bisher aus den USA nach Deutschland überführt wurde, in frisch eingeschmolzenen Barren erfolgt ist. Man sollte auch hier der Wahrheit endlich ins Auge sehen, sich für die gestohlenen Barren auszahlen lassen und ein Neukauf-Programm zur Re-Etablierung der deutschen Goldsreserven beschließen. Aber Ehrlichkeit ist in diesen Tagen des Ständigen Verrats rar geworden.

Papier ist alles was bleiben wird und ganz sicher keine Zinserhöhung. Frau Yellen war es offensichtlich nicht gewohnt nun schon zum 8. Mal die Menschen vertrösten zu müssen, dass es auch diesmal keine Zinserhöhung geben wird, sie verlor vor laufenden Kameras die Kraft und musste zwischenzeitlich ärztlich versorgt werden. Dies ist viel weniger Grund zur Sorge, als mehr ein Zeichen für die Gesundheit Yellens, der es anscheinend zu schaffen macht den Menschen wieder und wieder ins Gesicht zu lügen und dieses Kasperle-Theater weiter zu führen.

Die Erhöhung der Zinsen ist schon aus dem Grund der exorbitanten Staatsverschuldung ausgeschlossen. Wie weit kann man die Zinsen erhöhen, wenn bei ein paar Prozent mehr schon der gesamte Staatshaushalt der USA durch die Zinslast aufgefressen würde? Und denken Sie lieber Leser dann erstmal an Griechenland oder Italien, die schon bei NULL Zinsen zu kämpfen haben.
Eine Zinserhöhung ist mathematisch nur dann möglich, wenn es gleichzeitig zu QE4 kommt - also dem Aufkauf der Staatsanleihen durch die Notenbank, mit anderen Worten die Finanzierung des Staates über die Druckerpresse. Und darauf steuern wir zu und genau das kennen wir Deutsche schon und haben nicht die besten Erfahrungen damit gemacht. Genau wie damals sichern und die Experten an den Schalthebeln zu, alles unter Kontrolle zu haben.

Die Kontrolle über die eigenen Finanzen sollten in der Tat aber SIE zurück gewinnen, indem Sie sich von leeren Versprechungen in Form von Euroscheinen verabschieden und harte Fakten in Form von Silber- und Goldmünzen vorziehen.

Am Aktienmarkt haben wir uns vom Jahreshoch deutlich verabschiedet. Die Kurse sind um 20 - 30% eingebrochen und sogar der langfristige Aufwärtstrend ist vermutlich ins Wanken geraten. Erstmal abwarten in welche Richtung sich die Notenbanken bewegen und sich dann richtig positionieren, werden sich viele denken. Bei einer Zinserhöhung dürften wir einen Crash sehen - zuviele Aktien wurden auf Kredit gekauft, darum sehen wir auch heftige Einbrüche der Kurse die sich aus harmlosen Korrekturen entwickeln. Die Angst ist da, Angst vor der Zinswende und den Finanzierungsschwierigkeiten großer Teile unserer heutigen Wirtschaft.

Ein Crash bietet immer auch die Möglichkeit Unternehmen zu kaufen, die nach wie vor intelligente Produkte zu erschwinglichen Preisen produzieren werden. In einer Welt der unendlichen Schulden ist Cash König und sollte neben Gold und Silber den größten Teil eines Portfolios in unseren heutigen Tagen ausmachen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihren Investments.


Dienstag, 11. August 2015

Goldman Sachs und HSBC kaufen physisches Gold

Goldman Sachs und HSBC - zwei der größten Banken empfehlen ihren Kunden die Finger von Gold
zu lassen und prognostizieren einen zähen Bärenmarkt und im Stillen kaufen sie beträchtliche Mengen des Metalls ein - auf eigene Kasse.

"An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!" heißt es schon in der Bibel und der clevere Anleger darf sich dies zu Herzen nehmen. Wenn durch historisch hohe Short-Kontrakte - also Kontrakte die den Preis mit enormen Mengen geliehenen Geldes drücken - Gold unter seinem Wert gekauft werden kann sollte man zuschlagen. 

Dies taten auch beide Großbanken, Goldman Sach kaufte 3,2 Tonnen, HSBC gar 3,9 Tonnen. Und nein, keine ETFs, Futures oder andere Gold-Derivate - es geht hier im glitzernde Barren zum anfassen im eigenen Tresor. Diese wurden laut Seeking Alpha am 6. August in Empfang genommen.

Es handelt sich dabei immerhin um eine Investitionssumme von über 250 Millionen Dollar. Im Vergleich zu den Bilanzen der Banken natürlich nur ein kleiner Tropfen in einem Meer aus Buchgeld und Geld-Derivaten. Es bleibt abzuwarten ob weitere Käufe folgen - was zu erwarten ist, unterstellt man den Banken eine durchdachte Strategie zu verfol
gen.

Die größte Schamlosigkeit der Banken ist dabei allerdings genau das zu tun, was sie ihren Kunden nicht empfehlen. So erzählt Jeffrey Currie von Goldman Sachs seinen Kunden:

In longer term, we definitely like playing this market on the short side. We think we are in a structural bear market, not only in gold, but across the commodity complex, as the individual commodity stories are reinforcing to one another, creating a negative feedback loop.

Angebotsdefizite im physischen Markt

Trotz der Leerverkäufe am Papier-Goldmarkt ist der physische Markt  heiß gelaufen. 2015 wird ein Angebotsdefizit von mindestens 1350 Tonnen Gold erwartet, 2016 noch mehr. Die COMEX - ein "Big Player" im Goldhandel musste im August eine Verdopplung der physischen Nachfrage verzeichnen. Den angeforderten 28,7 Tonnen physischen Goldes stehen gerade einmal 10,2 Tonnen im Lager der COMEX gegenüber - dieses wurde schon im Juni und Juli leer gelutscht.

Es ist nicht illegal Gold zu verkaufen, dass man nicht besitzt - jedoch könnte sich daraus ein Short-Squeeze ergeben. Eine Situation bei dem ein steigender Goldpreis dazu führt, dass immer mehr Händler ihre Verkaufs-Kontrakte durch Gold-Kauf glatt stellen müssen, was den Preis weiter anheizen dürfte. Damit dies nicht passiert ist in der Vergangenheit die Zentralbank eingesprungen und hat Gott weiß wessen Gold auf den Markt geworfen um die fragwürdigen Geschäfte der COMEX am laufen zu halten. Wenn Sie denken Kapitalismus sieht anders aus, muss ich Ihnen Recht geben.

Ob die Zentralbank auch diesmal wieder einspringt ist nicht sicher und es handelt sich mittlerweile um recht hohe Mengen die physisch bereit gestellt werden müssen. Eventuell erwartet uns eine Entwicklung wie 1980 als der Goldpreis innerhalb kurzer Zeit von 400 Dollar auf über 850 Dollar anstieg aufgrund einer starken Papier-Gold-Nachfrage trocknete der physische Markt aus. Uns erwartet jedoch genau das polare Gegenteil - eine starke physische Nachfrage (19% höher als Q1) die die von 2013 übersteigen wird. ETF-Gold zur Liquidation dürfte nicht mehr viel zur Verfügung stehen, also muss wie 2014 wieder eine mysteriöse Quelle für physisches Goldangebot sorgen.

Goldminen-Betreiber und alle die in den Goldmarkt verwickelt sind müssen das Monopol der COMEX akzeptieren. Sie haben keine andere Wahl. Obwohl die Nachfrage das Angebot in jeder Hinsicht übersteigt, gibt es immer wieder jemanden der diese Lücke schließt.

Genau wie 1980 als die Spekulanten dachten Gold würde immer weiter steigen, gibt es nun eine Horrormeldung nach der anderen Gold würde immer weiter fallen. Doch die Realität hat bisher jeden Markt eingeholt. Die steigende physische Nachfrage nagt wie der stete Tropfen an den goldenen Steinen des mysteriösen Goldverkäufers der letzten Instanz.

Für langfristige Investoren ist dies eine einmalige Chance Gold zu kaufen und zu halten bis die Kraft des Marktes den Preis vermutlich explodieren lässt.

Die Strategie der Großbanken

Die Strategie der Großbanken sieht ähnlich aus. Vermutlich schwenkt auch Goldman Sachs von seinem "Big Short" von 2006/2007 um zu einem "Big Long" und spekuliert im großen Stil auf steigende Preise. Eventuell wird sogar ein Zusammenbruch des physischen Angebots befürchtet und daher deckt man sich mit physischem Metall ein um bei einem exorbitanten Anstieg des Goldpreises dennoch Kasse machen zu können - wenn Papier-Gold zu seinem inneren Wert zurückkehrt.

Ist es nicht ziemlich dumm von den Banken Gold an einer öffentlichen Börse zu kaufen und so jedem Einsicht in die Karten zu gewähren? Könnte man nicht über Swaps oder Drittparteien einen Deal organisieren? Nein, das ist mittlerweile unmöglich. Es hat sich gezeigt, dass Arbitrageure einen solchen Deal trotz möglicher Profite ignorieren - sie befürchten ganz einfach das weitergereichte Gold nie wieder zu sehen, während die COMEX mit den Goldreserven der Vereinigten Staaten gesichert ist.



Themen

Gold (1 Jahr)

Gold Rohstoff Chart

Silber (1 Jahr)

Silber Rohstoff Chart

Kursanbieter: RTFX Forex Trading

DAX (1 Jahr)

DAX Index Chart

Kursanbieter: L&S RT

Bitcoin/EUR (1 Jahr)

BTC/EUR (Bitcoin / Euro) Währung Chart

Kursanbieter: Bitcoin.de

Reklame

 

© 2015-2018 FREIENSTEINER. All rights resevered. Designed by Templateism

|

Impressum

Back To Top